Krankheitsbild der Glutenunverträglichkeit
Durch die Aufnahme von Glutenen (Klebereiweiße) kommt es zu einer Strukturveränderung im Dünndarm. Die Dünndarmschleimhaut eines gesunden Menschen besitzt Millionen von Darmzotten, Ausstülpungen in der Schleimhaut, um die Oberfläche zu vergrößern und so eine optimale Nährstoffresorbtion zu gewährleisten.
Bei einer vorliegenden Glutenunverträglichkeit kommt es durch die Aufnahme von Gluten zu einer Abnahme der Schleimhautzotten mit der Folge, dass die Resorbtionsfähigkeit des Dünndarms gestört wird, die Nährstoffe nicht mehr resorbiert werden und die Nahrung nicht mehr voll verdaut in den Dickdarm gelangt.
Die Folge der Resorbtionsstörungen sind Mangelerscheinungen. Fette, Kohlenhydrate, Eiweiße werden nicht mehr oder nur teilweise aufgenommen. Es kommt zu Muskelschwund und Gewichtsabnahme. Durch die mangelhafte Fettresorbtion gehen die fettlöslichen Vitamine (E, D, K und A) verloren. Die Folgen können Knochenerweichung und Nachtblindheit sein. Durch den Mangel an den wasserlöslichen B-Vitaminen kann es zu Veränderungen der Haut kommen. Elektrolyte, wie Natrium und Kalzium, werden ebenfalls nicht mehr vollständig resorbiert und es kann zu Krämpfen kommen. Ebenfalls können in Folge Gewichtsverlust, Blähungen, Blässe, heftige Durchfälle und ein aufgedunsener Bauch auftreten.
Medikamente gegen eine Glutenunverträglichkeit gibt es nicht. Die einzig wirksame Therapie ist der konsequente Verzicht auf glutenhaltige Kost.
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