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Unsere 10 Gebote

... aus dem Munde eines Brauers!

  1. Für dein Bier sollst du nur die edelsten Rohstoffe verwenden. Zuwiderhandlung wird mit Bier-Entzug auf Lebenszeit bestraft.

  2. Wer das Malz nicht schrotet, bis es fein genug ist, soll selbst geschrotet werden bis zum Jüngsten Eintopf-Gericht.

  3. Im Maische-Bottich sollst du beständig die Temperatur kontrollieren, auf dass die Maische gut sei. Wer statt dessen nach der Maid schaut, soll in der Hölle schmoren, bis die Klosterbrauerei kein Bier mehr braut (also ganz schön lange).

  4. Wer beim Brauen flucht oder sonstwie gotteslästerlich sich äußert, dem wird die Läuterung versagt.

  5. Wer den Tieren den Treber vorenthält und dann noch nicht mal Brot draus backt, dem sollen die Hammelbeine langezogen werden.

  6. In die Sudpfanne gehören nur die flüssige Würze und der Hopfen. Alles, was sonst darin gefunden wird, soll dir zu den Ohren rauskommen.

  7. Im Gärbottich ist Ruhe oberstes Gebot. Du sollst dein Bier auch nicht unter Druck setzen. Wer zu früh die Gärung unterbricht und vorschnell an die wartenden durstigen Kehlen im Volke denkt, soll mit dem Essen unreifer Äpfel nicht unter 50 kg bestraft werden.

  8. In den Lagertanks wohnt das Bier, bis es auszieht. Wer verschiedene Sude miteinander verschneidet oder nicht wartet, bis die Gärung vollendet ist, dem soll etwas Garstiges widerfahren, das wir uns beizeiten ausdenken.

  9. Du sollst die Flaschen abfüllen und nicht dich selbst. Jegliche Völlerei wird als Sünde wider die Qualität angesehen und mit dem Resteessen bis zum Abwinken bestraft.

  10. Du sollst brauen ein würziges Schwarzbier, ein Lager-Bier, das naturtrüb belassen werde und auf den Namen meines neuen Dieners Bibulibus getauft ist, ein feinherbes Pils, ein oder zwei Bockbiere und ein Malzbier. Wenn euch sonst noch was einfällt, können wir darüber reden. Hauptsache, es ist genauso gut wie die andern.

 

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